Aktuelles

23.07.04

Neues Konzept für das Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch

Für mehr informationen folgenden Link besuchen:

Bitte hier Klicken

Dezember 2003

Die Schonzeit in der USA is vorbei!!!

Den Wölfen in den USA geht es wieder auf den Pelz. Denn als Folge einer Entscheidung der Fisch- und Wildbehörde vom April dieses Jahres wurde der Artenschutz für über 3'700 Grauwölfe gelockert, und bereits im Januar 2004 soll er für einen Grossteil von ihnen komplett aufgehoben werden. Während Ranchern die Entwicklung nicht weit genug geht, sehen Umweltschützer nich nur den Wolf, sondern das ganze Ökosystem in Gefahr.

Bilder (c) Hunderevue 12/03

22.01.03

Tragische Verwechslung

WÖLFIN BÄRBEL IN NIEDERSACHSEN ERSCHOSSEN

Tödliche Verwechslung in Niedersachsen: Die am Dienstag von einem Jäger erschossene Wölfin ist nicht die liebestolle Puck, sondern die sächsische Bärbel. Das ergab nach An-gaben des Niedersächsischen Landesamtes für Ökologie die Überprüfung eines Chips, der Bärbel vor sechs Jahren eingepflanzt worden war.

Bärbel war im vergangenen Sommer aus ihrem Gehege im sächsischen Klingenthal geflohen. Sie streifte danach hunderte von Kilometern durch Deutschland. Immer wieder gab es Augenzeugen, die Bärbel gesehen haben wollten, doch nie gelang es, sie einzufangen.

Ermittlungen gegen Jäger

Wegen der tödlichen Schüsse auf die Wölfin ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft in Hildesheim gegen den Jäger. Die Wolfjagd ist in Deutschland verboten, die Tiere stehen unter Artenschutz. Der Jäger, der auf Bärbel gefeuert hatte, hatte angegeben, er sei von dem Tier bedroht worden. Spaziergänger hatten gesehen, wie Bärbel von einem Kadaver fraß und den Weidmann herbeigerufen.

© MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, (22.01.03 10:59 Uhr)

09.01.03

[wolfmagazin] Storm und Yukon sind tot! Protestaktion Liebe Wolfsfreunde!

Eine traurige Nachricht zum Wochenende: Storm und Yukon (Alpha-Wolf und Sohn des Bow Valley Packs im Banff-Nationalpark) sind tot. Sie sind dicht an der Grenze zum Banff-Nationalpark grausam mit Schlingen getötet worden. Die beiden Wölfe sind den Lesern des neuesten Buches von Günther Bloch: "Timberwolf, Yukon & Co" gut bekannt.

Ich möchte Sie alle bitten zu protestieren und Ihre Mitglieder und Freunde auf unsere Protestaktion hinzuweisen.

Den ausführlichen Sachverhalt und die Protestaktion finden Sie hier:

http://www.wolfmagazin.de/Protest/protest.html

Sie finden dort auch Muster-Protestbriefe in Englisch, die Sie nur noch kopieren müssen.

Leiten Sie diese Mail an so viele Tierfreunde wie möglich weiter.

Bitte schicken Sie uns KEINE Kopien Ihrer Protestbriefe, dies unsere Mailbox verstopfen würde.

Wölfische Grüße

Elli Radinger

Tier des Jahres 2003 © süddeutsche.de/dpa 18.11.2002
Späte Gnade für den bösen Wolf
Sein Ruf ist nicht der beste, und durch intensive Jagd ist das Raubtier aus Mitteleuropa fast vertrieben worden. Nun ist der Wolf zum Tier des Jahres 2003 gewählt worden.
Der Wolf ist das Tier des Jahres 2003. Diese Wahl traf die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild. Der Wolf (Canis lupus) ist nach EU-Recht unter Schutz gestellt und auch wieder in Deutschland heimisch.
Am häufigsten kommen Wölfe in Russland vor, wo nach Angaben der Schutzgemeinschaft jährlich bis zu 4000 Tiere erlegt werden. Auch in Sachsen gibt es seit Herbst 2000 ein kleines Rudel.
Wölfe reißen vor allem Wild. Der Menschen fressende Wolf gehöre in das Reich der Fabeln, hieß es von der Schutzgemeinschaft. In den vergangenen 50 Jahren sei kein Fall bekannt geworden, bei dem in Mitteleuropa ein Wolf einen Menschen getötet hätte.
Auch Fisch steht auf dem Speiseplan
Da die Schafhaltung in Deutschland kein besonderes Gewicht habe, bleibe das Schalenwild die vorrangige Beute von Wölfen: Rehe, Schwarzwild, Damwild und vor allem Rotwild.
Der Wolf fresse aber auch Dachse, Füchse und Marderhunde oder Bisamratten sowie auch kleinere Säugetiere und Fische, Kriechtiere und selbst Obst und Früchte. Wölfe jagen aber selektiv und bevorzugt kranke, schwache und überalterte Tiere. Studien in Osteuropa zeigten, dass Wölfe ein Gebiet nicht „wildleer“ machten.
In der sächsischen Muskauer Heide lebe das Wolfsrudel auf dem 14.500 Hektar großen Truppenübungsplatz Oberlausitz weitgehend ungestört. Der gelegentliche Gefechtslärm störe die Wölfe nicht. Im Vorjahr und auch dieses Jahr habe es im Rudel Nachwuchs gegeben.
Weitere Ausbreitung unwahrscheinlich
Die Existenz des Rudels sei von der Bevölkerung eher begrüßt als abgelehnt worden, berichtete die Schutzgemeinschaft. Durch Wölfe angerichtete Schäden an Weidetieren würden vom sächsischen Umweltministerium ersetzt. Auch werde versucht, durch Nachtwachen und Zäune Wolfsschäden zu verhindern.
Dass sich der Wolf auch in andere Bundesländer ausbreite, sei wegen des dichten Verkehrsnetzes wenig wahrscheinlich.
Der Wolf löst den Rothirsch als Tier des Jahres ab. Seit 1992 wählt die Schutzgemeinschaft zur Erhaltung der frei lebenden Tierwelt jährlich eine Tierart. Der Wolf gehört neben dem schon in mehreren Bundesländern lebenden Luchs und dem in Einzelexemplaren in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern auftauchenden Elch zu den Arten, die auf natürlichem Weg wieder nach Deutschland gekommen sind.

  "Wolf" war ein Schäferhund © TLZ 20.10.2002

Arnsgrün. (dpa/tlz) Für Aufregung hat am Samstag in der Region um Arnsgrün im Ostthüringer Kreis Greiz das Auftauchen eines vermeintlichen Wolfes gesorgt. Besorgte Anwohner alarmierten die Polizei, da sie in dem großen Tier die seit einigen Monaten verschwundene Wölfin "Bärbel" aus dem Tierpark in Klingenthal vermuteten. Doch die Polizeiaktion in der Region Arnsgrün/Schönbrunn stellte sich schließlich als Fehlalarm heraus: Das Raubtier entpuppte sich als Schäferhund.

Das Tier, dessen Rasse die Polizei am Sonntag mit "Arctic Schäferhund" angab, hatte sich verdächtig gemacht, weil es bei der Annäherung von Menschen sofort flüchtete. Der große Hund soll bereits seit Freitag in der Gegend herumstreunen. Erst ein Tierarzt, der ihn kannte, brachte Gewissheit. Damit ist Wölfin "Bärbel" zwar weiter spurlos verschwunden. Der Schäferhund bekam dafür sein Herrchen wieder. Der Besitzer fing den Hund ein und brachte ihn nach Hause.

Ginge es nach dem sächsischen Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz, könnte "Bärbel" verschollen bleiben. Schließlich habe das Tier bewiesen, dass es ohne den Menschen in Freiheit auskommt.

  20.08.2002

Aufhören in „entweder-oder”-Maßstäben zu denken

© Elllí H. Radinger Herausgeberin „Wolf Magazin”

Ich persönlich finde die Idee von "Wildnis wagen - Wolfsspuren" sehr gut. Wenn Privatleute bzw. Organisationen große Landflächen aufkaufen, um sie wieder der Natur zu überlassen, ist dies heutzutage oft die einzige Möglichkeit, eine Kommerzialisierung oder Erschließung zu verhindern. Kritiker des Projektes behaupten, dass der Wolf sich nicht in einer Region halten lasse, nur weil dort Land gekauft wird, und dass Wölfe die Akzeptanz der Menschen statt gesondert ausgewiesener Flächen brauchen. All dies ist richtig. Aber warum nicht alternativ zusätzlich Land kaufen und schützen? So ein Flecken unberührtes Land bietet nicht nur unzähligen Tierarten Schutz, sondern möglicherweise auch eine Rückzugsmöglichkeit für die Aufzucht neuer Wolfswelpen. Was geschieht, wenn die Naturschützer kein Land kaufen? Irgendwann wird einmal ein findiger Unternehmer entdecken, dass man in dieser wunderschönen Ecke von Sachsen vielleicht einen Freizeitpark mit Hotels etc. bauen kann, und dann ist dieses Stück Natur für immer verloren. Schon deshalb sollte man das Projekt von "Wildnis wagen - Wolfsspuren" unterstützen. Wir müssen an vielen Stellen anfangen, etwas für unsere Wölfe zu tun. Dazu gehören unter anderem ein verbesserter Schutz der Schafe im Gebiet, mehr Aufklärung für die Bevölkerung und auch die Schaffung von Rückzugsgebieten für Isegrim. Wir müssen aufhören, in "entweder-oder"-Maßstäben zu denken und sollten dankbar sein für jede konstruktive Initiative zum Schutz des Wolfes und seiner Lebensräume.

13.07.2002

Klingenthal: In den Wäldern im Vogtlandkreis ist eine Wölfin unterwegs. Das sechsjährige Tier sei am Freitag Morgen aus dem Tiergehege ausgebrochen, meldete die "Freie Presse". Dabei habe sich das Tier durch ein Stahlseil gebissen. Die anfängliche Suche gab die Polizei bald auf, weil sie das Gelände als zu weiträumig einschätzte. Wie die Zeitung berichtete, war die Wölfin erst am Vortag aus einem Gehege im bayerischen Wald nach Klingenthal gekommen.

27.06.2002

BUND will in der Lausitz für Wölfe "Wildnis wagen"

Bernd Lichtenberger
© Dresdner Neueste Nachrichten

Mehr Platz für Wölfe in der Lausitz. An diesem Ziel will der sächsische Landesverband beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) festhalten, obwohl er eine dafür gedachte Fläche rund um das künftige Speicherbecken Lohsa II im Nordosten der gleichnamigen Gemeinde nicht erwerben kann. Nach Auskunft der Treuhandnachfolge-Gesellschaft BvvG fiel in dieser Woche die Entscheidung, dass der BUND den Zuschlag für den 1149 Hektar großen so genannten Weißkollmer Wald nicht bekommen hat. "Das war erst das erste Los, zwei weitere sollen ebenfalls verkauft werden. Auch um diese werden wir uns bemühen", sagt Ulrich Krößin, Geschäftsführer des sächsischen BUND. Er macht allerdings kein Hehl daraus, dass er von der jüngsten BvvG-Entscheidung, von der er durch einen Anruf der DNN erfuhr, enttäuscht ist. Nach Auskunft der BvvG handelt es sich bei den beiden anderen Flächenverkäufen um noch einmal jeweils 1600 bis 1800 Hektar. Der BUND hält das frühere Tagebaugelände mit seinen Kiefernwäldern, Binnendünen sowie Heide- und Wasserflächen für den Wolf besonders gut geeignet, zumal in der Nachbarschaft bei Weißwasser bereits ein Wolfsrudel zu Hause ist. Bestätigt wurde das jetzt offensichtlich von den Wölfen selbst. Mitte Juni stieß Wolfgang Riether, Naturfotograf und Vorsitzender des BUND Sachsen, im Sand des ehemaligen Braunkohletagebaugebietes Lohsa auf Pfotenabdrücke. Seine Vermutung, dass es sich um eine Wolfsfährte handelt, habe sich nach eigenen Recherchen bestätigt, teilt der Umweltverband mit. Durch die Spuren werde auch die Berechtigung für das vom BUND initiierte Projekt "Wildnis wagen - Wolfsspuren" nachdrücklich unterstrichen. Zu dem Projekt gehört ein Sponsoring-Programm. Es soll die Basis für Fördermittelanträge bilden. Diese Anträge sind bereits gestellt. Doch ist dem BUND durchaus bewusst, dass die Verwirklichung seines Projektes nicht nur eine Geldfrage ist. "Wir hoffen auch auf das Verständnis und die Bereitschaft der Lausitzer Einwohner für eine friedliche Nachbarschaft mit dem Wolf", heißt es in einer Pressemitteilung. Für das Projekt spreche auch, dass die Gegend dünn besiedelt ist. Lohsa mit seinen 13 Ortsteilen hat gerade mal knapp 4700 Einwohner. Trotzdem will der BUND in nächster Zeit Wolfsexperten und Wissenschaftler zu einer Gesprächsrunde einladen, bei der es um eine gemeinsame Strategie zum Schutz des sächsischen Wolfes gehen soll. Darüber dürfe aber nicht vergessen werden, dass die 4500 Hektar des Lohsaer Gebietes nicht allein den Wölfen eine sichere Heimat werden sollen. Das Augenmerk des Umweltverbandes gilt auch dem dort lebenden Birkwild, dem Schwarzkehlchen, dem Kranich und den Seeadlern. Für Jäger - so warb die BvvG für den Schwarzkollmer Wald, der dem BUND jetzt durch die Lappen ging - "ist das Verkaufsobjekt ein interessantes Rotwildjagdgebiet, in dem neben Schwarz- auch Rehwild anzutreffen ist". Wer den Zuschlag für das Gebiet bekommen hat, darüber wollte die BvvG keine Auskunft geben. Auch in der Gemeinde Lohsa, die einen kleinen Teil der Fläche gern als Gewerbegebiet gesehen hätte, ist darüber noch nichts bekannt. Spenden für den BUND-Flächenerwerb unter dem Stichwort "Sächsisches Naturerbe": Volksbank Chemnitz, Kto.-Nr. 300439110, BLZ 87096214.

Anfang 2002 Erstes Wolfsrudel in Deutschland.

Beim Truppenübungsplatz in Oberlausitz haben Biologen ein Wolfsrudel von ca. 8 Individuen festgestellt die auf dem 14500 ha grossem Gebiet heimisch wurden. Rolf Röder vom Bundesforstamt verbietet abschuss von verwilderten Hunden, dass kein Wolf "irrtümlich" erschossen werden kann.
Landesjagdverband Sachsen hift ebenfalls bei der Wiedereinbügerung des Wolfes mit.
Fussspuren entdeckt die Wolfsaufenthalt bestätigen:
1,22 Meter Schrittlänge, Pfotenabdruck: 8 Zentimeter lang (ohne Krallen) und 7 Zentimenter breit. "Ein jüngeres Tier, das etwa 30 Kilo wiegt," so die Biologin Gesa Kluth.
Die Bevölkerung der umliegenden Dörfer scheinen keine Furcht vor dem Wolf zu haben. "Wieso Angst?" fragt der Besitzer eines Gasthofes. "Die Wölfe waren doch schon immer hier. Die machen doch nichts!" Änliche Antworten erhaltet man auch von anderen Befragten.

13. März 2002

Erste deutsche Wolfkonferenz in der Muskauer Heide. Wolf wird in Deutschland unter Schutz gestellt.

2001, Ökotourismus fasst Fuss in Rumänien.

Christoph Promberger, Mitglied der Wolf-Spezialisten-Gruppe der IUCN und Leiter des Raubtierprojektes "Carpathian Large Carnivore Pfofekt" (CLCP) in Rumänien kann dies nur bestätigen:" In Rumänien gibt es zur Zeit mit etwa 3000 Wölfen das grösste Wolfsvorkommen in Europa. W&oul;lfe gab es dort schon immer. Seit jedoch in den Karpaten unter dem "Grossräuberimage" der Ökotourismus (unter anderem mit Wolfsreisen) Fuss gefasst hat, geht es mit der einst so armen Region auch wirtschaftlich wieder bergauf. Das CLCP arbeitet mit 16 Reiseagenturen zusammen, die diese Naturreisen vermarkten. Etwa 50 % des Umsatzes bleiben im Zielgebiet. Im Jahr 2001 blieben allein 170000 Euro in den örtlichen Gemeinden, die Wachstumsrate ist zur Zeit 100 %. Dies hat sogar dazu geführt, dass die Gemeinden ihre Landschafts- und Nutzungspläne nach dem Wolf ausrichten und eine lokale Infrastruktur aufgebaut werden kann."

 Home