Das Verhalten von Wölfen

 

Jeder kennt das Märchen vom bösen Wolf, aber stimmt es wirklich, dass der Wolf das böse Verkörpert oder sogar Satan??? NEIN!!! Im Gegensatz. Der Wolf hat vor dem Menschen sogar Angst, viele Jäger sagen das der Wolf blutrünstig ist das sie ihn weiter jagen dürfen. Heute ist die Lage aber besser geworden obwohl der Wolf vielerorts schon Ausgestorben ist. Wie z.B. in Italien galt der Wolf als ausgestorben, doch er war da er zog sich nur so zurück das der Mensch ihn für Jahre nie mehr sah. Plötzlich war er dann aber wieder da und man fragte
sich warum? Tja das kann nur der Wolf antworten.

Fluchtverhalten

In freier Wildbahn wird ein Wolf immer flüchten wenn sie einen Menschen sehen oder wittern, das liegt an dem angeborenem (und ziemlich grossem) Fluchtverhalten von allem das sie nicht kennen. Wenn man aber die Sozialisierung vom Mensch zum Wolf will muss man sobald sie die Augen öffnen, bei ihnen sein und sich um sie Sorgen sonst hat der Welpe (trotz des Daseins) eine abgeschwächte Fluchttendenz. Das heisst er bleibt lieber bei der Mutter als bei Ihnen weil sie sich um ihn sorgt. Wenn man zum Beispiel einen älteren Wolf an den Menschen gewöhnen will, wird das in 90% der fälle nicht mehr möglich sein, in den anderen 10% ist das eine langdauernde Prozedur der Annäherungsversuchen des Menschen, weil der Wolf den Menschen meidet und sein
Fluchtverhalten stark ausgeprägt ist.

Jagdverhalten



Wie alle Jungen lernen sie im Spiel
Copyright (Was ist Was: Band 104)

Nur an einem Beispiel möchte ich sagen, wie unabhängig voneinander reifende Verhaltensweisen zu einem koordinierten Ganzen verknüpft werden, und zwar am Jagdverhalten. Schon im alter von drei bis vier Wochen beginnen die Welpen alles zu jagen was sich bewegt z.B.: Heuschrecken, Käfer und sonstigen klein genugen Tieren. Die einzelnen Elemente der Jagd erlernen die Welpen im Spiel sind aber in einer völlig falschen Reihenfolge wie z.B. Zuerst "totschütteln", dann das Objekt anspringen und in die Luft werfen und zuletzt wird es angeschlichen. Die ist aber für alle Spiele der Welpen typisch. Sehr bald aber kann aus einem Spiel bitterer Ernst werden, und plötzlich funktioniert alles erstaunlich gut. Der Wolf lernt also schon früh seine Kraftreserven einzuteilen, nicht so wie beim Jagdhund der sich Fehljagden leisten kann weil er nicht wie der Wolf von Beute lebt sondern vom Menschen gefüttert wird.

Copyright (Was ist Was: Band 104)

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